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  • Ina

Weiblicher Zorn

Meine Körperin fühlt sich eng an, steif und verspannt. Als hätte sie sich geschlossen. Gleichzeitig fühle ich altbekannten Besuch. Die Wut stattet mir mal wieder einen Besuch ab. Lange ist es her, dass ich sie so präsent wahrgenommen habe wie heute.


Präsent, nicht lodernd. Eher schwelend und kalt. Mächtig. Und zornig. Es ist etwas Altes, etwas Großes. Viel größer als ich es bin. Scheinbar fließt heute mal wieder kollektiver Zorn durch meine Adern. Alter, unterdrückter Zorn, angestaut über Jahrtausende. Jahrtausende der Unterdrückung, der Erniedrigung, der Demütigung und Entwürdigung. Jahrtausende der Gewalt, der Freiheitsberaubung, der Vergewaltigung, der Verstümmelung und des Todes. Jahrtausende, in denen wir nicht sein durften, wer wir sind, in denen wir uns versteckt und klein gehalten haben, um der Tyrannei des Patriachats irgendwie Stand zu halten. Ich fühle kollektiven weiblichen Zorn, der keinen Ausdruck fand, der nicht (aus)gelebt werden durfte, der weggesperrt wurde und im Stillen, in der Dunkelheit weiterglomm. Langsam und stetig beginnt er anzuschwellen und sich mehr und mehr seinen Weg an die Oberfläche zu bahnen.


Zorn. So viel Zorn.


Ich will schreien und gleichzeitig ganz leise wispern "ich hasse Dich."

Ich will toben und verschlingen.

Ich will verwüsten und verletzen.

Ich will zerstören und den Tod bringen.


KALI at her best!


OM NAMO KALI KALI OM NAMO OM NAMO KALI KALI OM NAMO
OH GREAT MOTHER WE INVOKE YOU IN THIS SPACE TAKE AWAY THE PAIN AND FILL US WITH YOUR GRACE
KALI BURN IT ALL AWAY, BURN IT ALL AWAY IF IT DOESEN'T SERVE US THAN BURN, BURN, BURN IT ALL AWAY






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